
Maria aus Magdala hört sich plötzlich persönlich angesprochen und erkennt den geliebten Rabbi in ihrem Gegenüber. Die verzweifelten Jünger auf ihrem Weg nach Emmaus erkennen ihren Weggefährten erst, als er beim Tisch das Brot bricht und dazu betet. Und die Freunde Jesu, die eine Nacht lang erfolglos gefischt haben, befolgen den Rat des Fremden am Ufer und werfen ihre Netze noch einmal aus, diesmal auf der anderen Seite. Der überraschende Erfolg öffnet ihnen die Augen für den Auferstandenen.
Persönlich angesprochen werden, eine neue Sichtweise gewinnen, Tischgemeinschaft erleben und dafür dankbar sein, etwas Neues ausprobieren und dabei vom Erfolg überrascht werden. Vielleicht ist die Auferstehung keine Theorie, sondern eine Einladung, das Leben mit anderen Augen zu sehen. Vielleicht geht es weniger darum, an sie zu glauben – sondern darum, sie zu leben.
Thomas Berger-Holzknecht