
In dieser Kapelle befindet sich eine Marienstatue - aber nicht irgendeine. Es ist jene erste Statue, die der französisch-polnische Bildhauer Joseph-Hugues Fabisch nach den Angaben des Sehermädchens Bernadette Soubirous angefertigt hat. Sie stand zuerst am Ort der Marienerscheinung in Lourdes selber.
Mit dem wachsenden Pilgerstrom wurde die ursprüngliche Statue jedoch zu klein, weshalb 1864 eine größere Figur geschaffen wurde, die bis heute in der Grotte von Lourdes steht. Die erste Statue wurde Papst Pius IX geschenkt und später von Papst Leo XIII an die in Bregenz lebende Gräfin Carolina Raczynski weitergegeben.
Als die Gräfin 1883 an Typhus erkrankte, gelobte ihr Mann, Graf Eduard Raczynski, im Falle ihrer Genesung eine öffentlich zugängliche Lourdes-Kapelle zu bauen.
Er erfüllte dieses Versprechen: 1888 wurde die Kapelle beim Kapuzinerkloster eingeweiht und die Statue dorthin gebracht. 1913 wurde sie feierlich gekrönt. Bis heute ist die Kapelle ein viel besuchter Ort des Gebets. Sie ist täglich von 6 bis 20 Uhr geöffnet. Die Klaraschwestern betreuen die Kapelle, tragen die Anliegen der Besucher:innen in ihrem Gebet mit und bitten für Menschen in Not.
St. Rita-Maria, Äbtissin