
Beide Treffen standen unter derselben Frage: Wie kann Kirche vor Ort auch in Zukunft lebendig und nah bei den Menschen bleiben? Das Leitungsteam des Seelsorgeraums traf sich zu einer eineinhalbtägigen Klausur zur Standortbestimmung und zum Ausblick auf die kommenden Jahre.
Die gemeinsame Zeit stärkte das Miteinander und eröffnete neue Perspektiven. Drei Schwerpunkte wurden für die nächsten Jahre vereinbart: Räume für spirituelle Erfahrungen und Glaubensgespräche sollen gestärkt werden. Zudem sollen die Firmwege in Bregenz stärker zusammenwachsen – erste Schritte setzen dabei die Pfarren Mariahilf, St. Gebhard und St. Gallus. Ein weiterer Fokus liegt auf Diakonie und Nächstenliebe.
Am zweiten Tag gab Prof. Dr. Andree Burke aus Innsbruck wertvolle Impulse für die pastorale Arbeit. Auch die Bregenzer Pfarrgemeinderäte blickten mit Offenheit und Zuversicht nach vorne. Im kommenden Jahr stehen die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen an. Martin Fenkart (Missionarische Pastoral & Dialog) führte die Teilnehmenden zu den Anfängen der Christenheit in der Apostelgeschichte.
Gemeinsam wurde entdeckt: Kirche lebt damals wie heute dort, wo Menschen Gemeinschaft teilen, füreinander sorgen, ihren Glauben feiern und ihre Sendung nach außen wahrnehmen. Die Gestalt des Apostels Barnabas wurde dabei zum Bild der Ermutigung. „Wie kann die Kirche in Bregenz für andere zum Ermutiger werden?“, fragte Martin Fenkart zum Abschluss.
Beide Treffen machten Mut: Kirche lebt dort, wo Menschen gemeinsam an Jesus Christus glauben, Verantwortung übernehmen und Hoffnung teilen. Oder wie es in unserem Leitbild heißt: Kirche ist dort lebendig, wo wir mit Gott nahe bei den Menschen sind.