
Der Palmsonntag ist wie ein Tor, durch das wir eintreten – hinein in das Geheimnis von Freude und Leid, von Jubel und Kreuz, von Hoffnung und Dunkelheit.
Im heutigen Evangelium hören wir, dass Jesus in Jerusalem einzieht. Die Menschen legen ihre Kleider auf den Weg, schneiden Palmzweige ab und rufen: „Hosanna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“
Es ist ein Moment großer Begeisterung, ein Höhepunkt. Die Menschen sehen in Jesus den Retter, den König, den Hoffnungsträger. Doch wir wissen: Diese Begeisterung wird nicht lange anhalten. Schon wenige Tage später werden andere Rufe laut: „Kreuzige ihn!“
Und genau darin spiegelt sich unser eigenes Leben wider. Auch wir kennen diese Erfahrungen:
Es gibt Momente, in denen alles leicht ist, in denen wir von Freude, Erfolg und Gemeinschaft getragen werden. Und dann gibt es wieder Zeiten, in denen alles schwer wird: Enttäuschung, Krankheit, Zweifel und Einsamkeit machen sich breit.
Liebe Schwestern und Brüder, gehen wir bewusst in diese Karwoche hinein! Nehmen wir beides an: den Jubel und das Leid, die Freude und die Herausforderung. Und vertrauen wir darauf: Gott ist mit uns auf allen Wegen.
Kaplan Christopher Illiparambil