
In der Pfarrkirche Herz Jesu ist ab 10. Mai 2026 eine besondere Ausstellung zu sehen.
Im Mittelpunkt steht ein geometrischer Turm als modernes Kunstwerk mit religiösem Bezug. Die Arbeit greift Bilder des Glaubens auf und übersetzt sie in eine klare Formensprache. Der Künstler Martin Häusle, bekannt unter dem Namen „MaadiCabanon“, zeigt das turmartige Spiegelobjekt MCH9IRTO2.
Er versteht es als Dialog mit der Glaskunst seines Vaters, des akademischen Malers Martin Häusle (1903–1966), dessen Glasfenster die Kirche Herz Jesu prägen. Das Turmobjekt nimmt Bezug auf die Gotik. Es erinnert an die Vorstellung des himmlischen Jerusalem aus der Offenbarung des Johannes. Licht steht im Zentrum der Arbeit. Der Turm wirkt wie eine Lichtsäule dieser gedachten Stadt. Das Spiegelobjekt tritt in einen direkten Dialog mit den vorhandenen Glasfenstern. Licht und Farbe verändern sich je nach Blickwinkel.
Der Turm ist beweglich gelagert und lässt sich von Hand drehen. So entstehen immer neue Ansichten. Bei sonnigem Wetter verstärkt sich das Zusammenspiel von Raum, Licht und Farbe. Ein besonderer Dank gilt dem Künstler Martin Häusle „MaadiCabanon“ für die unentgeltliche Leihgabe dieser Spiegelarbeit. Das Werk erhält im Zusammenspiel mit den Kirchenfenstern seines Vaters in unserer Kirche eine zusätzliche Aussage. Vor 60 Jahren verstarb der Vorarlberger Künstler Martin Häusle (1903-66).
Er gestaltete in rund 30 Kirchen und Kapellen, vor allem in Vorarlberg, Glasfenster mit religiösen Themen. „Im Dialog mit den Glasfenstern meines Vaters Martin Häusle“ Die Ausstellung ist von 10. Mai bis 5. Dezember 2026 in der Pfarrkirche Herz Jesu zu sehen. Die Kirche ist tagsüber geöffnet. Der Künstler wird am Pfingstsonntag, dem 24. Mai, nach der Messfeier um 11 Uhr sein Werk persönlich vorstellen.
Pfr. Arnold Feurle