
Evangelium: Joh 4,5-42
Jesus lässt sich – untypisch für einen Juden seiner Zeit – am Jakobsbrunnen auf ein Gespräch mit einer Frau ein und dazu noch mit einer Frau aus Samarien, also einer aus jüdischer Perspektive Ungläubigen.
Im Laufe dieses Gesprächs hört sie Jesus sagen: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt.“
Die Antwort der Frau ist ganz praktisch. Wenn sie keinen Durst mehr haben muss, erspart sie sich den mühevollen Weg zum Brunnen und das anstrengende Wasser schöpfen.
Der weitere Verlauf des Gesprächs berührt die Frau aber innerlich und zurück in ihrer Stadt erzählt sie so begeistert von Jesus, dass viele Samariter:innen zum Glauben an Jesus kommen und ihn aufsuchen.
Mitten in der Fastenzeit stellt mir dieser Text einige Fragen:
In dieser Fastenzeit können wir diese lebendige Wasser aus den Händen unseres Schöpfers und Erlösers dankbar annehmen, das viele Formen annehmen kann. Für jede und jeden von uns etwas passendes.
Für mich sind es dieses Jahr besonders die Stillezeiten, inspirierende geistliche Texte und der Austausch darüber oder gemeinsame Spaziergänge an der frischen Luft und in der ersten Frühlingssonne.
Und was ist es für Sie? Was stillt ihren Durst und wird Ihnen zur inneren Quelle?
Ich wünsche Ihnen eine gute zweite Hälfte der Fastenzeit. Übrigens: Es ist nie zu spät, in die Fastenzeit einzusteigen.
Gemeindeleiter Mariahilf