Nicht nur das Eingangslied „Herz und Herz vereint zusammen“, welches voll und freudig schallte, sondern der ganze Gottesdienst und anschließende Empfang der gastgebenden Gemeinde waren von dieser Herzlichkeit geprägt und getragen. Alle haben empfunden: wo eine solche Einheit unter Christen möglich ist, da wird es Licht.
Mit ganz unterschiedlichen Lichtern zogen darum gleich zu Beginn die Pfarrpersonen in den Gottesdienstraum ein. Da waren eine Fahrradlampe, eine klassische Laterne, Lichterketten und mehr dabei und verbreiteten, trotz ihrer Unterschiedlichkeit, alle ihr Licht.
Symbolisch sollte damit ein zentraler Gedanke zum Ausdruck gebracht werden, der von der armenisch-apostolische Kirche, welche die diesjährige Liturgie für den Gottesdienst ausgearbeitet hatte, formuliert worden ist: Die Einheit (der Christen, d.V.) ist ein Auftrag Gottes, der den Kern unserer christlichen Identität betrifft; sie ist mehr als nur ein Ideal.
Sie stellt das Wesen der Berufung der Kirche dar – eine Berufung, die harmonische Einheit unseres Lebens in Christus inmitten unserer Vielfalt widerzuspiegeln. Diese göttliche Einheit steht im Mittelpunkt unserer Sendung und wird von der tiefen Liebe Jesu Christi getragen, der uns ein alles verbindendes Ziel vor Augen stellt.
Um Einheit ging es dann auch in der Predigt (Pastor Frank Moritz, Methodisten), welcher ein Vers aus dem Evangelium zu Grunde lag, wo es heißt: Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt. (Mt. 5,13-16). Er nahm dabei auch Gedanken auf, welche zuvor im Bibliolog (geleitet von Arthur Nägele, Altkatholiken) zum Thema Salz und Licht von Mitfeiernden ausgesprochen wurden.
Musikalische Beiträge unterschiedlicher Personen und Gruppen, Lesungen und Gebete rundeten den Gottesdienst ab. Herzlich beglückt und lichtbeschenkt standen wir nach dem Gottesdienst noch lange zusammen, um neue Kontakte zu knüpfen und Altbekannte zu grüßen.
Mitwirkende: Gerold Hinteregger, Katholische Kirche; Goran Eric, Serbisch-orthodoxe Kirche; Frank Moritz, Methodistische Kirche; Naemi Schmit-Stutz, Evangelische Kirche; Ulrich Brode, Neuapostolische Kirche; Arthur Nägele, Altkatholische Kirche.