
Viele binden dafür Palmbuschen, die an die Palmwedel erinnern, mit denen die Leute Jesus auf seinem Einzug in Jerusalem begleitet haben. Die grünen Zweige der Palmbuschen sind ein Symbol für die Auferstehung und für das ewige Leben.
Die Bänder aus Krepp-Papier haben unterschiedliche Farben: die dunklen Farben wie Lila stehen für die Trauer, die bunten Bänder für die Osterfreude.
Und das Kreuz, das oft mit eingebunden wird, erinnert an den Tod von Jesus, es ist aber vor allem das Zeichen des Heiles und der Hoffnung für alle Christ:innen.
In manchen Regionen werden auch kleine bunte Eier als Symbol des Lebens oder kleine Brezen an die Palmbuschen gehängt. Diese Fastenbrezen kommen aus der Zeit der Mönche. Sie wurden früher hauptsächlich in Klosterbäckereien hergestellt und an Arme und Kinder verteilt.
Auch nach dem Palmsonntag begleiten wir Jesus in Gedanken auf seinem Weg:
Am Gründonnerstag feiern wir das Abendmahl, wie es Jesus mit seinen Jüngern kurz vor seinem Tod getan hat.
Übrigens: Der Gründonnerstag heißt nicht deshalb so, weil es an diesem Tag immer Spinat zu essen gibt. Mit der Farbe Grün hat der Gründonnerstag gar nichts zu tun, sondern sein Name leitet sich von dem althochdeutschen Wort „grînen“ ab, das „weinen“ oder „klagen“ bedeutet.
Am Karfreitag sind viele Christ:innen traurig, weil es der Tag ist, an dem Jesus gestorben ist. Und obwohl wir ja wissen, dass alles gut ausgegangen ist und Jesus auferstanden ist, dürfen wir an diesem Tag ein bisschen traurig sein darüber, was mit Jesus damals geschehen ist, was man ihm angetan hat.
Ich möchte dazu einladen, die Tage der Heiligen Woche zuhause in besonderer Weise zu gestalten. Anregungen dafür gibt es hier:
Eine gesegnete Karwoche wünscht
Elisabeth Schubert